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Sozialpädagogik

Tobias Berthel, der seit neun Monaten Sozialpädagogik studiert, hat sich uns freundlicherweise für ein Interview zur Verfügung gestellt.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der Stenden entschieden haben?
Ich hatte mich zunächst in Deutschland um einen Studienplatz beworben, bin aber am NC gescheitert. Bei einem Termin am Arbeitsamt erfuhr ich dann ganz wage, dass es da wohl die Stenden in Holland gebe, genaueres darüber wüssten sie aber nicht. Das war an einem Mittwoch! Am selben Tag habe ich über Suchmaschinen im Internet herausgefunden, dass am Freitag derselben Woche ein Tag der offenen Tür an der Stenden stattfand, und wo die Uni überhaupt liegt. Also bin ich zwei Tage später kurzerhand mit dem Auto nach Holland gefahren, um dann dort zu erfahren, dass das Studium bereits am anstehenden Montag beginnen werde. Zurück in Deutschland, habe ich meine Eltern und Freunde darüber informiert, dass ich ins Ausland ziehe, habe am Samstag meine Sachen gepackt und bin am Sonntag nach Leeuwarden gezogen.

Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Am Arbeitsamt, über www.google.de und direkt vor Ort bei einem Tag der offenen Tür an der Stenden.

Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Da die Entscheidung, hierher zu ziehen, sehr kurzfristig kam, hatte ich keine Gelegenheit, die Sprache vor dem Umzug zu erlernen. Anfangs sprach ich kein einziges Wort Holländisch, inzwischen kann ich mich ohne Weiteres in dieser Sprache unterhalten. Gelernt habe ich sie dadurch, dass ich in diesem Land wohne. Wir hatten auch einen Sprachkurs, der war aber einfach nur schlecht organisiert und daher fast komplett überflüssig. (Das soll im nächsten Jahr deutlich verbessert werden, ich schreibe hier nur über meine eigenen Erfahrungen.)

Wie und wo haben Sie sich beworben?
Drei Tage vor Beginn des Studiums am Tag der offenen Tür. Das ging völlig problemlos. Eine wirkliche Bewerbung war gar nicht notwendig, ich konnte mich direkt einschreiben.

Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Eine Kommilitonin hatte mir am Tag der offenen Tür zunächst eine Unterkunftsmöglichkeit in ihrer ehemaligen WG vermittelt, wo ich wohnen konnte, bis ich eine Wohnung hatte. Die ersten zwei Wochen habe ich dort auf dem Wohn-zimmersofa geschlafen. Eine Wohnung habe ich dann durch Glück gefunden: Ein anderer Student aus Deutschland, der erst verspätet mit seinem Studium hier anfing, lief mir direkt an seinem ersten Tag über den Weg und berichtete mir von einer Wohnung, in der noch zwei Zimmer frei seien. Und so sind wir dann beide dort eingezogen.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)?
Die Sprache war natürlich die mit Abstand größte Hürde. In den Vorlesungen habe ich anfangs kein einziges Wort verstanden und im Unterricht war eine wirkliche Beteiligung unmöglich, da sämtliche Unterrichtsgespräche an mir
vorbeigingen. Man muss aber sagen, dass sich immer jemand gefunden hat, der bereit war, mir die wichtigsten Dinge ins Englische (in seltenen Fällen auch ins Deutsche) zu übersetzen. Generell waren meine holländischen Kommilitonen
sehr hilfsbereit, haben ohne Weiteres Unterrichtsinhalte noch einmal auf Englisch wiederholt oder (als es mit meinem Holländisch ein wenig klappte) bewusst langsamer gesprochen. Davon war ich sehr angenehm überrascht, denn als Ausländer in Deutschland wäre ich ohne Sprachkenntnisse sicherlich auf deutlich weniger Verständnis und Entgegenkommen gestoßen!

Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
Der entscheidende Vorteil liegt für mich darin, dass es hier keinen NC gibt. Das Studiensystem hier gefällt mir besser als in Deutschland, und es ist natürlich eine interessante Erfahrung, ein Auslandsstudium zu machen–der ausschlaggebende Grund war aber ganz klar, dass ich in Deutschland keinen Studienplatz bekommen habe.

Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Die Kosten (vor allem durch Studiengebühren) sind sehr hoch, zumindest wenn man die Alternative hat, in Deutschland
in einem Bundesland ohne Studiengebühren studieren zu können. Man lebt zunächst einmal in einem Land, dessen Sprache man nicht spricht. Dies erschwert sowohl den Alltag als auch das Studium anfangs enorm, wird allerdings auch berücksichtigt. Man muss sich schon darum bemühen, die Sprache zu lernen und sollte sich darauf einstellen, dass es anfangs nicht einfach wird. Zudem liegt Leeuwarden nicht grenznah. Das heißt, man kann nicht mal eben kurz über die Grenze zu Freunden und Familie nach Deutschland fahren, sondern zieht wirklich weg.

Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
Insofern man frühzeitig weiß, dass man nach Holland ziehen möchte, sollte man sich auf jeden Fall Grundkenntnisse in der holländischen Sprache aneignen. Das erspart einem zahlreiche Hürden. Zudem sollte man sich über die Möglichkeit der Finanzierung Gedanken machen und sich darüber im Klaren sein, dass es einen Unterschied macht, ob man in ein anderes Land oder nur in die nächstliegende Universitätsstadt zieht.

Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Die nennenswerten negativen Erfahrungen beschränken sich auf die Sprachprobleme während der ersten Wochen. Einige organisationstechnische Dinge laufen an der Uni nicht immer so wie sie es sollten, aber das sind immer eher kleine Ärgernisse. Meine positiven Erfahrungen sind in erster Linie der sehr praxisnahe Aufbau des Studiums an sich und der sehr freundliche und hilfsbereite Umgang miteinander.

Was planen Sie für die Zukunft?
Ich möchte mein Studium in Holland beenden und später in Deutschland im Bereich Jugendsuchtberatung arbeiten.

Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
Ja.

Wir bedanken uns bei Tobias Berthel.



Stellt eure Fragen zum Studium über WhatsApp:
0157 39 36 38 24





Ich wünsche weitere Informationen, u.a. auch den Newsletter von www.fh-stenden.de und stimme zu, dass meine Adresse an Hochschulen weitergeleitet wird, damit mir Infomaterial zugesendet werden kann.

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